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Fasten?

Ich doch nich’ !

 
Karneval ist schon ne Zumutung und jetzt auch noch das: Fasten! Ohne mich, ich bin ein richtiges Mannsbild und würde niemals freiwillig aufs Essen verzichten. Na, es soll ja gut sein für die Gelenke, innere Kraft geben und danach noch sechs Wochen Lächeln auf den Lippen. Nur zum abnehmen soll´s nich sein. Na wenigstens das geben se zu. Trotzdem – fasten kann ich mir nicht vorstellen. Ich verzicht’ ja auf vieles. Aber aufs Essen?
 
bild_im einklang mitUnd da sitzt so‘n taffes Frauenzimmer vor mir und sieht och noch juut aus. Und sacht, sie isst mehr als ihr Mann. Und sie trinkt abends so gern und mit Genuss ihr Hefe. „Warum fasten so wenige Männer?“ fragt se. Die haben’s doch besonders nötig! Wüsste ich ooch gern. Wahrscheinlich tun die‘s heimlich, wollen sich nich outen. Aber wenn die Gute so gern isst, warum tut sie sich‘s dann an, sogar mindestens drei Mal im Jahr? Immer mit ihren Fastengruppen. Upps, hätt ich bloß nich gefracht. Jetzt hört die Jute nich mehr uff zu erzählen.
 
Ick hör zu und langsam steckt mich die Begeisterung an. Werd‘s wohl mal probieren müssen. Klingt schon gut – so mit freien Gliedern und ’nem hellen Kopp. Ach, sie steht auf Männer mit Geist? Na, wenn dat nischt is. Jetzt is mir och klar, warum sich de Männer nich outen.

 

Fasten für Gesunde. Im Einklang mit Körper und Geist

 
Fasten ist eines der ältesten Naturheilverfahren, wobei Fasten nicht Hungern bedeutet denn wer hungert, fastet nicht. Dr. Otto Buchinger hat am Anfang des 20. Jahrhunderts das Fasten wieder aufleben lassen und nun folgen jedes Jahr Unzählige seinem Beispiel. Wer sich von Überschüssigem befreit, hat Platz für klare Gedanken. Expertin Evelin Groth vom Sport- und Gesundheitszentrum (SGZ) erklärt: „Es ist die Auszeit von fester Nahrung, nur Trinken ist erlaubt. Und das alles freiwillig. Möglich sind Wasser, Kräutertees und Säfte. Genauso notwendig ist Bewegung. Wandern, frische Luft, Kneippanwendungen.“
 
Schon nach drei Tagen wäre man so richtig im Fasten drin. „Man fühlt sich leicht und zunehmend ausgeglichen,“ so Evelin Groth weiter, „der Abstand zum Alltag wächst. Wichtige Entscheidungen können getroffen werden. Und danach hat man auch die Kraft, sie umzusetzen.“ Wichtig ist es, zwischen Fasten für Gesunde und Heilfasten zu unterscheiden –letzteres findet unter ärztlicher Aufsicht statt und hilft Kranken ganzheitlich. Beim SGZ jedoch fasten Gesunde. Dabei fällt der Einstieg ins Fasten leichter, wenn man die Ernährung vorher langsam umstellt. Den Entlastungstag (der erste Tag des Fastens) gestalten die Teilnehmer gemeinsam. Das hilft, in den Fasten-Rhythmus zu kommen, danach wird fünf Tage gefastet. Wer nun Lust bekommen hat, kann sich Evelin Groth anschließen: Jedes Jahr bietet sie drei bis vier Fastenwochen in den schönsten Gegenden an.

 

Nähere Infos, auch über Gegenindikationen, unter:
Sport- und Gesundheitszentrum, 14478 Potsdam, Tel. 0331 / 901 285, www.sgz-potsdam.de