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Harte Schale, weicher Kern?

Stress, Probleme und Sorgen gehen unter die Haut

  Wie sch die Psyche auf die Haut auswirkt Die Haut kann Gefühle widerspiegeln, wenn wir eine Gänsehaut bekommen, wenn wir blass werden oder erröten. Doch häufig sollten wir noch genauer auf unseren Schutzpanzer hören: Die Haut fungiert als ein Warnsystem, denn unsere Psyche wirkt sich direkt auf die Haut aus.       Bei „psychosomatischen Dermatosen“ schlägt das Warnsystem besonders deutlich Alarm, es entstehen sichtbare, den Patienten störende Hauterkrankungen. Hierzu gehören Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne, Herpes, Kontaktexzeme und Nesselsucht. Dies sind „psychosomatische“ Hauterkrankungen, weil sie somatisch gegeben, aber psychisch beeinflussbar sind. Seelische Belastungen können solche Hauterkrankungen auslösen oder verschlimmern. Oft entsteht ein Teufelskreis aus physischen und psychischen Beschwerden, etwa im Fall der Neurodermitis: Stress fördert entzündliche Hautreaktionen und verschlimmert den Juckreiz. Der Patient kratzt sich, die Entzündung wird verschlimmert und besonders die Nächte werden zur Qual. Dadurch ist der Patient weniger leistungsfähig und hält Alltagsbelastungen weniger Stand. Sichtbare Hautveränderungen werden zudem als stigmatisierend empfunden, sie schränken die Lebensqualität der Menschen noch mehr ein, was sich wiederum auf die körperliche Gesundheit auswirkt. Auch wenn Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis häufig eine genetische Ursache haben, haben Forscher gezeigt, dass der Hautzustand durch die seelische Situation auch verbessert werden kann – und zwar dann, wenn die psychischen Probleme angegangen werden. So belegt eine Studie, dass Neurodermitiker, die eine Psychotherapie erhalten, mehr symptomfreie Zeiten haben als solche, die nur hausärztlich versorgt werden.   Patienten mit genetisch bedingten Hautkrankheiten können in der Regel nur mit einer Linderung der Symptome rechnen. Bei Juckreiz, Pickeln oder Hautallergien hingegen kann häufig eine vollständige Heilung erreicht werden. Hierzu ist es nötig, auf das Zusammenspiel von Gehirn, Hormon- und Immunsystem einzuwirken, indem das Stressniveau verringert wird. Durch Entpannungstechniken wie Autogenes Training, Qi Gong oder Progessive Muskelentspannung kann die Stressbelastung verringert und so Immunreaktionen gegen den eigenen Körper verringert werden.   Auch nach Abklingen der Beschwerden sollten die Entspannungstechniken beibehalten werden. Im Alltag können auch Sport, Spaziergänge an der frischen Luft oder einfach ein paar ruhige Minuten bei einer Tasse Tee helfen, eine Massage, seelische Spannungen abzubauen.