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Rauer Kampf im Schwimmbecken

Unterwasserrugby – nichts für Zartbesaitete

UnterwasserrugbyDie erste Assoziation, die einem beim Stichwort Rugby einfällt? Stattliche Männer mit kräftigen Oberschenkeln, die hart im Nehmen sind und dabei nie das Ziel aus den Augen verlieren. Die neuseeländische Mannschaft All Blacks führt vor jedem Länderspiel einen Haka einen rituellen Tanz der Maori – auf, um ihre Gegner einzuschüchtern. Sehr imposant und furchteinflößend. Würde durch den Auftrieb unter Wasser vielleicht nicht so gut funktionieren, aber ein derber Sport ist Unterwasserrugby allemal. Diese mir bis dato unbekannte Sportart hat in den sechziger Jahren ihren Ursprung: Sporttauchern wurde das normale Ausdauertraining zu langweilig und so entstand die abgewandelte Form des Rugby. Wer sich im Internet das eine oder andere Video dazu anguckt, erkennt schnell: Es geht nicht nur auf dem Feld, sondern auch unter der Wasseroberfläche wild und hart zu. Unterwasserrugby„Beim normalen Rugby kommt der Angriff nur von vorne, hinten, links oder rechts. Unterwasserrugby aber ist ein dreidimensionaler Sport, auch von oben oder unten kann die gegnerische Mannschaft versuchen, den Ball abzunehmen“, erklärt Ingolf Feilhaber, Ausbildungsleiter beim Sporttaucher Berlin e. V. Außerdem sei die Verletzungsgefahr wesentlich geringer, was aber nicht heißt, dass Verletzungen wie blaue Flecken ausbleiben. Das ist auch der Grund, aus dem die Sportler einen Beißschutz und die Männer zusätzlich einen Tiefenschutz tragen. Zur Ausrüstung gehören außerdem eine Wasserball-Kappe mit Ohrenschützern sowie Flossen, Tauchmaske und Schnorchel. Der Umgang mit dieser ABC-Ausrüstung – so nennt man die Tauchergrundausrüstung aus Schnorchel, Flossen und Maske – sollte beherrscht werden. Feilhaber ergänzt: „Ansonsten kann jeder ins Becken steigen, der eine kräftige Lunge hat und mentale Stärke besitzt.“ Gespielt wird zweimal 15 Minuten, in Sechserteams samt Torwart, wobei sechs Auswechselspieler am Beckenrand zur Verfügung stehen. In dreieinhalb bis fünf Metern Tiefe sind die Tore, zwei Metallkörbe, mit Saugnäpfen am Boden befestigt. Ziel ist es, den mit Salzwasser gefüllten Ball in den gegnerischen Korb zu befördern. Das ist nichts für Zartbesaitete. Aber dafür atemberaubend – in zweierlei Hinsicht. J. Probst Potsdamer müssen zum Ausprobieren derzeit nach Berlin fahren, da hier vor Ort Unterwasserrugby noch nicht angeboten wird. Sporttaucher Berlin e. V., Training für Beginner: montags 18.30 Uhr, Kombibad Seestraße, 13347 Berlin, Tel. 030 / 85 72 96 27, www.sporttaucher-berlin.de